Hervorzuheben sind auch die Besonderheiten der Goldstickereien und Verzierungen auf den Trachten aus serbischem Leinen. Diese waren vor allem auf Frauen- und Männerhemden zu sehen.
Sie wurden mit Gold auf festliche Kleidungsstücke gestickt. Die Einlagen der Männerhemden wurden vom Bauchgurt bis zur Schulternaht bestickt. Ihre Komposition passt genau zum geknöpften Kragen. Charakteristisch ist, dass der von unten ausgehende, anmutig geschwungene Zweig von einem langen, zurückgebogenen Blatt durchzogen ist. Darüber sind eine fünfblättrige größere Blüte, eine kleinere Blüte, eine Knospe und ein Vergissmeinnicht zu sehen. Die Hauptmotive werden durch kleine Vergissmeinnicht-Sträuße und knospige Zweige ergänzt. Der geknöpfte Bund ist nicht bestickt. Von den Knopflöchern gehen zu beiden Seiten schmale Ausschnitte aus.
Charakteristisch und prächtig für die serbische Tracht sind die goldenen und silbernen Stickereien und Verzierungen auf den verschiedenen Kleidungsstücken. Es gibt noch Familien, die seit drei oder vier Generationen die reich bestickten Hemden mit großer Liebe und Verbundenheit aufbewahren. Die uns bekannten goldbestickten Damenhemden sind alle mit eingenähten Ärmeln. Aus dem in verschiedenen Streifenmustern gewebten Leinenstoff wurde nur der Körper des Hemdes zugeschnitten, während die Ärmel und Schulterlappen aus glatt gewebtem, feinerem serbischem Leinen oder Batist gefertigt wurden.
Stickerei: Flachstickerei auf serbischem Leinen mit hoher Unterlage, mit Goldfäden in glatter und unterbrochener Sticktechnik.
Die für die Stickerei verwendeten Garne und Fäden wurden mit gold-silberfarbenen Metallfäden in S-Form überzogen. Die als Kern verwendeten Garne sind Z-förmig gedreht, die Fäden wurden aus drei Grundfäden mit S-förmiger Verzwirnung hergestellt. Die zweizinkigen Metallfäden wurden in Z-Richtung, die dreizinkigen in S-Richtung vernäht. Die gemischte Verwendung von gold- und silberfarbenen Garnen und Fäden auf der Stickerei erzeugt einen besonderen Glanzeffekt und unterstreicht ihre Pracht. Die Plastizität der Stickereien wurde durch das Unterlegen von dicken Baumwollfäden oder Papier erreicht.
Die Hemden der Tänzerinnen des Banater Serbischen Kulturvereins, die die Tracht der Banater Serben tragen, bestehen aus serbischem Leinen mit verschiedenen Streifenmustern. Die Ärmel sind eingenäht. Beide Ärmel sind mit flacher Stickerei und Goldfäden verziert. An beiden Ärmeln sind pflanzliche Ornamentmotive zu sehen. Dieses Kleidungsstück trugen die Mädchen, als sie noch unverheiratet waren und noch nicht verheiratet waren.



Quelle: Veröffentlichung „Unser serbisches Erbe“, Monografie, Geschichte und Volkskunde von Deszk, Volkskunst des Komitats Csongrád