
Die Kirche wurde 1859 im klassizistischen Stil erbaut. Die in Ost-West-Richtung ausgerichtete Kirche steht im Garten der an der Ecke gelegenen Pfarrei. Der Turm des einschiffigen, harmonisch proportionierten Gebäudes ragt über den Chor hinaus. Nach zeitgenössischen Aufzeichnungen misst sie 13,5 Ellen in der Länge, 5,5 Ellen in der Breite und der Turm ist 15 Ellen hoch.
Der Hauptportal unter dem Turm wird durch einen auf den Kranzgesims gesetzten Tympanon betont. Der mächtige Kranzgesims wird an beiden Seiten der Hauptfassade von Halbsäulen getragen, über denen sich ein gewölbter Giebel an den Turm anschließt. Der dreistöckige Turm wird von einer bewegten Blechhaube bedeckt.
An der Seitenfassade wiederholen sich die Halbsäulen rhythmisch und gliedern die Wandfläche in fünf Teile. In der Mitte, vor dem Seiteneingang, wurde 1949 ein leicht vorspringender, überdachter Eingangsbereich angebaut. Die geraden Fenster in der Mitte der durch Halbsäulen unterteilten Wandflächen werden von halbrunden Bögen auf kleineren Halbsäulen eingerahmt. Der an der Unterkante der Fenster verlaufende Gesims ragt nicht aus den geteilten Wandflächen heraus. Der sechseckige, an drei Seiten geschlossene Altarraum wird in der Mitte durch das Fenster beleuchtet.
Die Tonnengewölbe der Kirche sind entsprechend der Anordnung der Fenster durch Gurtbögen unterteilt. Die Gewölbe sind mit goldenen Sternen auf blauem Grund verziert, während die Gurtbögen gelb gestrichen sind. Auf den ersten drei Gewölben vom Chor aus gesehen befindet sich auf jeder Seite eine Freske mit der Darstellung eines Heiligen, das vierte Gewölbe vor dem Ikonostas ist in der Mitte mit einer Freske und an den Rändern mit vier kleineren Fresken verziert. Der Chor wird von drei starken Bögen getragen. Auf dem Chor singen gelegentlich Gäste. Unter dem Bogen links vom Haupteingang befindet sich das graue Marmor-Taufbecken, darüber ein Bildnis der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind, umgeben von Kerzenhaltern.
Der Bereich vor dem Chor, der etwa die Größe eines Fensters hat, wurde 1866 durch eine geschnitzte und vergoldete Holzkonstruktion für die Frauen abgetrennt. Hier und an den Wänden der Kirche stehen Stühle mit hohen Lehnen. Die Sitzplätze wurden von den Gläubigen gegen Geld erworben, und wenn der Besitzer starb, konnte der Stuhl nach sechs Wochen von einem neuen Besitzer ebenfalls auf Lebenszeit erworben werden.
In der unteren Reihe des Ikonostases, der den Altarraum abschirmt, sind von links nach rechts die vollfigurigen gemalten Bilder des Heiligen Nikolaus, Maria, Jesus und Johannes zu sehen, in der Reihe darüber in der Mitte das Abendmahl, zu beiden Seiten jeweils drei Heilige, während in der obersten Reihe die zwölf Apostel und die Auferstehung dargestellt sind. Die Besonderheit des Ikonostases in Deszk besteht darin, dass die Königstür mit kleinen (postkartengroßen) Ikonen auf Holztafeln umrahmt ist. Der Schöpfer ist unbekannt, obwohl auf einigen Ikonen das Monogramm „Sz. A.“ zu finden ist, das möglicherweise für Sztevan Alexov steht. Vermutlich wurde der Maler, der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Gegend tätig war, auf dem alten serbischen Friedhof in Deszk begraben. (Mündliche Überlieferung von Dr. Rusz Borivoj.)
Auf dem einfachen Altartisch in der Mitte des Altarraums stehen ein Kruzifix, ein Evangeliar und einige Gesangbücher. In der Nische an der linken Wand befinden sich die Utensilien für die Kommunion, in der Nische an der rechten Wand der Weihrauchbehälter.
Vor dem Ikonostas stehen auf beiden Seiten die Chorgestühle, in der Mitte befindet sich ein auf vier Stangen stehender Baldachin. (Der Baldachin wird bei Aufstand in die Mitte der Kirche gestellt.)








Quelle: Csongrád megye építészeti emlékei (Architektonische Denkmäler des Komitats Csongrád). Szeged, 2000. Herausgeber: Komitatsverwaltung Csongrád