Vor mehr als 210 Jahren erwarb die Familie Gerliczy Deszk und die umliegenden Ortschaften. Einer der Nachkommen ließ sich 1884 nieder und baute ein Schloss. Der aufgeklärte Ferenc Gerliczy, der neuen wirtschaftlichen und technischen Lösungen gegenüber offen war, war der Initiator der langfristigen Entwicklung der Ortschaft. Sein Name ist auch mit dem Bau der neugotischen Kirche verbunden. Die Pläne stammen von Ferenc Starill, dem Chefarchitekten von Nagyvárad.
Baron Ferenc Gerliczy (1859–1914) heiratete 1884 Baronin Gizella Fejérváry. Das Schloss wurde aus der Mitgift seiner Frau erbaut. Das Gebäude war einstöckig, hatte eine Fensteraufteilung von 4+2+1+2+4 und war ein stimmungsvolles eklektisches Bauwerk, dessen Eckteile durch Mansarddächer betont wurden. Der Eingang wurde durch zwei kleine Balkone auf je zwei dorischen Säulen und darüber eine aus der Dachfläche herausragende Attika mit dem Wappen des Barons hervorgehoben. Das Schloss war von einem 18 Hektar großen Park umgeben. Von der Landstraße aus war es durch eine Kutscheneinfahrt, kleine Tore und dazugehörige Torhäuser sowie weitere Wirtschaftsgebäude abgeschlossen und umgeben. Gegenüber dem Haupteingang, auf der anderen Seite der Landstraße, standen ein einstöckiges, barockes Haus für die Verwalter (heute Gemischtwarenladen) und Nebengebäude. 1942 wurde das Schloss um ein zweites Stockwerk erhöht, wodurch sich sein Erscheinungsbild erheblich veränderte. Die Erweiterung wurde mit dem Anbau der südlichen Terrassen fortgesetzt. Bis heute haben zahlreiche Umbauten, Anbauten, Erweiterungen und Modernisierungen das Gebäude völlig verändert. Nach der Verstaatlichung im Jahr 1948 wurde das Sanatorium vom Gesundheitsministerium in eine Heilanstalt für Knochentuberkulose umgewandelt. 1969 erklärte der Kreisrat von Csongrád die Heilanstalt für Knochentuberkulose zu einer Lungenheilanstalt. Ab 1972 war in dem Gebäude die Lungeklinik des Bezirks Csongrád untergebracht. 1995 erhielt die Einrichtung den Namen Fachkrankenhaus für Brustkrankheiten des Bezirks Csongrád. Seit 1989 ist hier unter der Leitung von Prof. Dr. Pál Kraszkó die Abteilung für Lungenheilkunde der Universität Szeged untergebracht. Obwohl sich der Rhythmus des Gebäudes durch die Umbauten verändert hat, bleibt es für die Gemeinde ein Schloss, dessen ursprüngliche Form von der Hauptstraße aus gut zu erkennen ist.





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